Nichts Schöneres zu Gast in Marburg
| 24. Mai 2010 | ||
| 18:00 |
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| 19. März 2010 | ||
| 20:00 | bis | 22:00 |
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| 11. März 2010 | ||
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| 20. März 2010 | ||
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| 21. März 2010 | ||
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| 13. Mai 2010 | ||
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| 14. Mai 2010 | ||
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Karten unter:
E-Mail: karten@heimathafen-neukoelln.de
Tickethotline: 030.56 82 13 33
Nach einer heftigen Liebesnacht macht sich Mechthild erschöpft und blöde vor Glück Gedanken um ihren Liebhaber. Denn als der ihr zu guter Letzt auch noch ein Gedicht vortrug, da war ihr klar: „Du Scheiße! Mechthild! Jetzt liebt dir doch mal eener.“ Dabei hatte sie eigentlich nur auf „freundschaftliche Beziehung“ inseriert.
Mechthild ist ein einfaches und sehr obszönes Gemüt. Niemals verliert sie die Achtung vor sich selbst. Immer wieder verirren sich ihre Gedanken zurück. Dann fällt ihr meist ihre Ehe mit Dieter ein. Der besaß zwar ein Motorrad und super-schlanke Lenden, doch inzwischen haben ihn längst die Würmer verdaut, so zermanscht wie er aus dem Häcksler kam. Sechs Jahre hat Mechthild in Knast und Klapsmühle verbracht. Allen trüben Gedanken zum Trotz arbeitet Mechthild daran, optimistisch durchs Leben zu gehen.
Doch manchmal macht ihr die Einsamkeit einen Strich durch die Rechnung.
Regie: Oleg Myrzak
Oleg Myrzak wurde in Chisinau/Moldawien geboren. Von 1992 bis 1995 Schauspielstudium an der Moldauischen Staatlichen Hochschule der Künste in Chisinau. 1997 bis 2002 Regiestudium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Zuletzt inszenierte er u.a. „Die Winterreise“ von Wilhelm Müller und Franz Schubert am Brandenburger Theater, „Weltuntergang Berlin I, II“ von Lothar Trolle (2008, DramaTischTage, Orphtheater Berlin) Solaris von Stanislaw Lem (2008, Stadtbad Steglitz), „Kohlhaas“ von Marco Baliani und Remo Rostagno nach Heinrich von Kleist (2007, am Theater der Jungen Welt, Leipzig). Am Landestheater Detmold inszenierte er „Bandscheibenvorfall“ von Ingrid Lausund (2007). An den Kammerspielen Landshut inszenierte er „Die Kopien“ von Caryl Churchill (2005).
http://oleg-myrzak.ucoz.de/
Assistenz: Antje Thiele
http://www.antjethiele.de/
Dramaturgie: Marcus Engler
Oliver Bukowski wurde 1961 in Cottbus geboren. Nach dem Abitur absolvierte er ein sozialpsychologisch spezialisiertes Philosophiestudium. Im November 1989 begann er erste Schreibversuche. Sein Forschungsstudium im Bereich Sozialwissenschaften brach er 1991 ab, um ganz als freischaffender Autor zu arbeiten. Im Januar 1992 erhielt er das „Alfred-Döblin-Stipendium“ der Akademie der Künste, im März ein Werkstipendium der Stiftung „Kulturfonds“. In den folgenden Jahren wurden seine Stücke und Hörspiele wiederholt mit Preisen ausgezeichnet: „London – L.Ä. – Lübbenau“ erhielt 1994 den „Gerhart-Hauptmann-Preis“, „Ob so oder so“ 1996 den Deutschen Jugendtheaterpreis, „Nichts schöneres“ 1998 den Stücke-Förderpreis des Goethe-Instituts im Rahmen der Mülheimer Theatertage, „Gäste“ 1999 den Mülheimer Dramatikerpreis und den Preis der Potsdamer Werkstatt-Tage. 2001 wurde er mit dem Förderpreis des Lessing-Preises des Freistaates Sachsen ausgezeichnet. Oliver Bukowski war 1998 Mitbegründer und Leiter des Uraufführungstheaters (UAT) am Staatstheater Dresden und gründete 2001 die Filmproduktionsfirma „IT WORKS!Filmproduktion“. Zurzeit lehrt er als Dozent an der Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel und ist ständiger Gast-Dozent in der Klasse „Szenisches Schreiben“ an der Universität der Künste Berlin.
Quelle: Heinz und Heide Dürr Stiftung
Wie es dazu kam
Alles begann mit einem Theaterbesuch vor etlichen Jahren. Ich war gerade 20.
„Nichts Schöneres“ von Oliver Bukowski war damals ein brandneues Stück, ich sah eine der ersten Inszenierungen.
Eine 26-jährige spielte den Stoff, der doch eigentlich für eine Mittfünfzigerin geschrieben war. Ich war hingerissen und berührt – von Text und (von) Schauspielerin, die später Kollegin und Freundin wurde.
Schon damals war ich entschlossen, das eines Tages auch zu spielen. Unbedingt.
Ein paar Jahre vergingen, ich besuchte die Schauspielschule und irgendwann, im 5. Semester, hieß es: „Wahlrolle. Sucht Euch etwas aus, was ihr unbedingt spielen wollt, arbeitet daran, wir sehen uns das in vier Wochen an.“
Das bedeutete ganz allein zu proben, ohne Dozenten. Segen und Fluch zugleich.
Ich suchte und suchte – und plötzlich fiel es mir wieder ein: Mechthild!
Meine Chance sie zu spielen! Da war sie. Niemand würde im Voraus sagen können: „Du bist zu jung dafür, Du bist nicht der Typ dafür, ich hab mir da was anderes vorgestellt…“ und sonstiges dergleichen, womit man an Theatern bei Besetzungsentscheidungen für gewöhnlich konfrontiert wird.
Ich erarbeitete eine Strichfassung des ersten Teils. Länger als 20 Minuten durfte das Ergebnis nicht werden.
Dann begann ich zu proben, allein, was furchtbar für Schauspieler ist. Da erzählt man seltsame Texte der Wand, soll grandiose Ideen haben und keiner schaut zu, der einem beschreiben kann, was jetzt gut, oder brauchbar oder eben unbrauchbar war.
Mit Mechthild funktionierte das indes, denn schließlich ist genau das ihre Situation: Es ist einfach niemand da. Selbst auf die blöde Gretschke von nebenan ist kein Verlass. Und wenn man vor Verzweiflung darüber Mehl in seiner Wohnung verstreut, um mit der Beseitigung dessen ein paar Stunden beschäftigt zu sein – wenn man so einsam ist – dann ist es wenig verwunderlich, dass man beginnt, sich mit imaginärem Publikum zu unterhalten.
Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich nicht ein einziges Mal darüber nachgedacht, warum ich diesen Text eigentlich so mochte. Warum ich das unbedingt spielen wollte.
Die erste klare Antwort war: „Nun, weil ich diese Frau (Mechthild) so furchtbar gern habe.“ – Aber WARUM! Schließlich erzählt sie ununterbrochen Dinge, die einem normalerweise einen Menschen nicht gerade sympatisch machen. Aber was ist schon normal. Und was ist das überhaupt für ein alberner Grund: Weil ich sie mag. Als ob man nur Figuren spielen wollte, die man mag. Meist ist das Gegenteil der Fall. Was ist es für ein Spass, antike Furien, zickige Sängerinnen oder die bösen Schwestern von Aschenbrödel zu spielen!
Nach einiger Zeit bemerkte ich, dass ich mich im echten Leben momentweise hinter Mechthilds Humor und ihrer brachialen barschen Art versteckte. Wieso das?
Womöglich konnte man etwas von ihr lernen. Plötzlich wusste ich genau, was konkret mich da die ganze Zeit gereizt hatte. Ich empfand eine Art Bewunderung für Mechthild.
Nicht unbedingt für die Idee, ihren prügelnden Gatten gleich durch den Häcksler zu jagen oder die freundlichste Gefängniswärterin von allen derart zu beißen, dass sie für diese Tat direkt in die Psychiatrie wandert.
Aber für den unerschütterlichen Glauben an Binsenweisheiten wie: „Mach es wie die Sonnenuhr, zähl die heitren Stunden nur“ und ihre Art, den allerschrecklichsten Geschichten ihres Lebens noch ein Fünkchen Humor abzupressen.
Beschäftigt mit der Frage, ob es Menschen wie Mechthild wirklich gibt, spazierte ich mit wacheren Augen durch Berlin-Friedrichshain, wo ich wohnte. Und ich wurde schneller fündig als ich dachte. Die Frau, die zweimal die Woche im Getränkemarkt aushilft, die Hausmeisterin in der Berufsschule nebenan, die immer so böse guckt, mich aber jeden Winter warnt, dass es so glatt ist, die ehrenamtliche Kartenabreisserin im Theater…
Später untersuchte ich auch andere Stadtteile und Gegenden und ich kann beschwören: ES GIBT SIE. Jede Menge. Unterschiedlichen „Grades“ und natürlich nicht alle kriminell, aber zahlreich vertreten. Und eben ein bisschen unsichtbar. Leider. Dabei haben sie alle so viel zu erzählen. Wieso bemerkt man das so selten?
Ein Hoch auf Oliver Bukowski, der sie gesehen und ihnen ein kleines Denkmal gesetzt hat!
Meine „Wahlrolle“ begleitete mich jedenfalls nach erfolgreichem Vorspiel in der Schauspielschule noch lange weiter. Sie nahm Platz 1 in meinem Vorsprechprogramm ein und verschaffte mir gleich nach dem Abschluss ein festes Engagement in Marburg, wo ich mir in drei Jahren in zwanzig Inszenierungen die Hörner abstoßen konnte.
Zurück in Berlin war der erste Gedanke wieder: „Nichts Schöneres“! Wann, wenn nicht jetzt, wo ich frei bin?
Ich fragte einen guten Regisseur, den ich kannte. Er sagte:“Ja.“
Ich fragte einen befreundeten Bühnenbildner um Rat: Wo im unüberschaubaren Berlin könnte man das machen? Wen fragen? Er sagte: „Heimathafen Neukölln.“
Bibbernd fragte ich das Team vom „Heimathafen Neukölln“. Sie überlegten und sagten: „Ja.“
Ich fragte beim Kiepenheuerverlag nach den Rechten, musste mich mit Paragrafen anfreunden und unterschrieb einen Vertrag.
Ich suchte über „theaterjobs.de“ eine Regieassistentin, eine Bekannte meldete sich und nahm sich der Aufgabe an.
Ich fragte einen Grafiker, einen Fotografen, meinen Freund, den Soziologenjournalisten, die Maskenbildnerinnen in Marburg, eine Pianistin für Tonaufnahmen etc.
Unfassbarerweise sagten sie alle :“Ja.“
Die Berliner Stadtreinigung vermachte uns eine Tiefkühltruhe, reizende Menschen lassen uns in ihren Räumlichkeiten proben u.s.w.
Ob die Mechthild, die ich schon so lange zu kennen glaube, zur Premiere auf der Bühne sein wird? Oder ob im Laufe der Probenzeit noch eine ganz andere entstehen wird?
Ob sie immer noch sympatisch sein wird, oder mehr das Monster in ihr zu Tage treten wird?
Wieviele Freunde und Zuschauer den Weg in den Heimathafen finden werden?
Ob die ein oder andere Mechthild darunter sein wird?
Ob sie lachen oder still sein werden? Jubeln oder buhen werden?
Wir werden sehen…
| 12. Februar 2010 | ||
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| 23. Februar 2010 | ||
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| 24. Februar 2010 | ||
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| 23. März 2010 | ||
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| 24. März 2010 | ||
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| 15. April 2010 | ||
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| 17. April 2010 | ||
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| 17. Mai 2010 | ||
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| 18. Mai 2010 | ||
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| 19. Mai 2010 | ||
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Im kleinen, eher beschränkt aufgeklärten Königreich Popo sitzen die Bienen träg an den Blumen. Der Sonnenschein liegt faul auf dem Boden, und Prinz Leonce wird vor vollendete Tatsachen gestellt: Der König will ihn mit Prinzessin Lena vom Königreich Pipi verheiraten.
Doch die Ehe mag der Prinz nicht eingehen. Er flüchtet mit dem arbeitsscheuen Valerio nach Italien. Unterwegs treffen sie Lena und deren Gouvernante. Ohne zu wissen wer sie sind, verlieben sich Prinz und Prinzessin ineinander.
Und noch während die hungernden Bauern in Popo gezwungen werden, eine Hochzeitszeremonie einzustudieren, tauchen vier Gestalten an den Grenzen des Landes auf…
Bekannt wurde der 1813 im hessischen Goddelau geborene Georg Büchner als 20-jähriger Gießener Student durch die Veröffentlichung des „Hessischen Landboten“, einer revolutionären Flugschrift, die die politischen Verhältnisse im feudalen Großherzogtum Hessen anprangerte und ihm eine steckbriefliche Verfolgung einbrachte.
Das 1836 in Straßburg entstandene, aber erst 1895 in München uraufgeführte Lustspiel „Leonce und Lena“ unterscheidet sich stark von Büchners anderen Werken „Dantons Tod“, „Lenz“ und „Woyzeck“. Die Leichtigkeit und die märchenhaften Züge sollten aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Dramatiker auch ein ernsthaftes gesellschaftskritisches Anliegen verfolgte.
Georg Büchner starb 1837 im Alter von nur 23 Jahren in Zürich, wo er zuletzt als Privatdozent lebte.
Besetzung:
Regie/Ausstattung: Karl Georg Kayser
Dramaturgie: Annelene Scherbaum
musikal. Einstudierung: Christian Keul
Regieassistenz: Janina Wolf
König Peter – Stefan Gille | Prinz Leonce – Michael Köckritz | Prinzessin Lena – Franziska Endres | Valerio – Sascha Oliver Bauer | Die Gouvernante – Franziska Knetsch | Rosetta – Regina Leitner | Präsident d. Staatsrats/Hofmeister u.a. – Peter Meyer | 1. Staatsrat/1. Polizist u.a. – Daniel Sempf | 2. Staatsrat/
2. Polizist u.a. – Florian Federl | Volk – alle
| 27. Februar 2010 | ||
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| 14. März 2010 | ||
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| 28. April 2010 | ||
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| 22. Mai 2010 | ||
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| 2. Juni 2010 | ||
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„Bai mir Bistu shén” – dieses Lied steht am Beginn einer der größten Karrieren im Show-Business: Die Andrews Sisters sind bis heute eine der erfolgreichsten weiblichen Gesangsgruppen geblieben.
Der Anfang allerdings war alles andere als einfach. In den Dreißiger Jahren tourten La Verne, Maxene und Patty Andrews mit verschiedenen Bands quer durch die amerikanische Provinz. Doch der Erfolg stellte sich nur langsam ein. Endlich, 1941 die große Chance: ein Konzert in New York. Die Andrews Sisters erobern das Publikum im Sturm. Da platzt mitten in die festliche Stimmung die Nachricht vom Überfall auf Pearl Harbour.
Die Schwestern tauschen das Abendkleid gegen die Uniform und gehen zur Truppenbetreuung an die Front. Ihre Waffen: Boogie gegen Bomben, Rumba gegen Raketen, Hits gegen Hitler. Durch ihren unermüdlichen Einsatz werden sie zur Legende – und viele ihrer Melodien zu Welthits, die nach Kriegsende auch die einstigen Gegner begeistern.
Hessisches Landestheater Marburg
Inszenierung -Manfred Gorr a.G.
Ausstattung -Harry Behlau a.G.
Musikalische Einstudierung -Christian Keul a.G.
Choreographie -Christoph Reiche a.G.
Dramaturgie -Jürgen Sachs
mit: Franziska Endres (Patty), Franziska Knetsch (Maxene), Ulrike Knobloch
(La Verne), Stefan Piskorz (Wally Weschler), Sachs-Band (Live-Band:)